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Flughafen Wien-Schwechat

Samstag, Dezember 6th, 2008

Ankommen in Wien. Der internationale Flughafen Wien-Schwechat liegt knapp 20 Kilometer südöstlich des Stadtzentrums von Wien. Mit Zug, Bus oder Taxi erreichen Sie innerhalb kürzester Zeit die Innenstadt.

Vienna International AirportFlugverbindungen verbinden Wien mit beinahe allen Metropolen der Welt, viele Strecken von und nach Deutschland werden von Austrian Airlines, FlyNiki, AirBerlin, die Lufthansa sowie Germanwings geflogen. In den vergangenen Jahren liefen die Baurabeiten für den neuen Skylink, der voruassichtlich 2010 in Betrieb gehen wird.

Wartene Gesichter bei der Ankunft

Wartene Gesichter bei der Ankunft

Das Stadtzentrum Wiens ist dank der verkehrsgünstigen Lage in kürzester Zeit einfach und bequem zu erreichen ist. Wir haben für Sie eine Übersicht, damit Ihnen die Wahl des geeignetsten Transportmittels einfacher fällt.

Ankommen am Flughafen, Headerbild

City Airport Train

Schnell, grün & teuer: der CAT

Schnell, grün & teuer: der CAT

City-Airport-TrainDie schnellste Verbindung vom Flughafen ins Stadtzentrum ist der City Airport Train, kurz CAT. Die Fahrt mit dem grünen Luxuszug nonstop bis zur Station Wien-Mitte beträgt 16 Minuten. Einfach den grünen Hinweisschildern folgen. Vorteil: Wenn Sie bei der Rückfahrt in Wien Mitte einsteigen, können Sie Ihr Gepäck bereits im Stadtzentrum einchecken. Fahrpeis einfach € 9,– retour € 16,–. Alle 30 Minuten von 6:05 bis 23:35.  +43 1 25250,  cityairporttrain.at.

S-Bahn

Vom Flughafenbahnhof in die City

Vom Flughafenbahnhof in die City

S-BahnAlternativ zum CAT bringt Sie die S-Bahn (Linie S7/S8) besonders preisgünstig ins Zentrum, die Fahrzeit bis Wien Mitte beträgt gerade einmal 10 Minuten länger, während der Fahrpreis von € 3,40 nur einen Bruchteil ausmacht und außerdem die Fahrt zum Hotel mit U-Bahn, Bus oder Straßenbahn inkludiert. Am Flughafen versucht man Touristen durch Beschilderung zum teuren CAT zu lotsen, die S-Bahn fährt jedoch an der gleichen Station ab. Folgen Sie am einfach den Hinweistafeln „zu den Zügen der ÖBB“. Das Ticket sollten Sie unbedingt vor Fahrtantritt am Fahrkartenautomaten lösen, im Zug wird ansonsten eine Strafe von etwa € 60,– fällig. Kaufen Sie am besten gleich am Flugfhafen eine Netzkarte für Ihren Wien-Besuch! Züge Richtung Floridsdorf oder Erzh.-Karl-Str., alle 30 Minuten von 5:00 bis ca. 23:00; Fahrkarte € 3,40 bzw. € 1,70 zusätzlich zur Kernzone Wien (Netzkarte); +43 5 1717,  schnellbahn-wien.at oebb.at.

Flughafenbusse

Flughafenbusse ins Stadtzentrum

Flughafenbusse ins Stadtzentrum

Vienna Airport LinesVor der Ankunftshalle am Flughafen starten die Busse der Vienna Airport Lines, welche Sie in regelmäßigen Intervallen Richtung Stadtzentrum, zu den Bahnhöfen sowie Richtung UNO-City bringen. Bus Richtung Zentrum (Schwedenplatz/Morzinplatz), zum Süd- und Westbahnhof von ca. 6.00 bis 0.00 alle 20–30 Min, Richtung UNO-City und Kagran (Hotels NH Danube City, Hilton Danube, Park Inn, Kaiserwasser) stündlich bis 20:10. Fahrpreise: einfach € 6,– retour € 11,–. +43 1 7007-32300,  postbus.at.

Vom Flughafen Schwechat werden außerdem Busverbindungen mit den ÖBB sowie Eurolines nach Bratislava und zum Flughafen Bratislava sowie nach Budapest, Praha und Brno angeboten.

Taxi

Transfers ins Zentrum

Transfers ins Zentrum

Sie können am Flughafen auch in eines der bereits wartenden Fughafentaxis einstigen, der Fahrpreis in die Innenstadt beträgt zwischen € 30 und 50,– und dauert, je nach Verkehrslage und genauem Fahrziel, zwischen 20 und 45 Minuten. Einige Unternehmen bieten einen Flughafentransfer zum Festpreis an, diese müssen jedoch im Voraus bestellt werden.

Mietwagen

Besonders günstige Angebote bei Online-Buchung im Voraus bekommen Sie bei Sixt. Gleich nach der Landung in Wien steht Ihr Leihwagen dann schon für Sie bereit.

Der Flughafen liegt direkt an der Flughafenautobahn A4 und der Bundesstraße B9, welche direkt nach Wien führt. Falls Sie ein Navigationsgerät benutzen, geben Sie als Abfahrtsort die Adresse Einfahrtsstraße in 1300 Schwechat ein.

Linktip: Buchen Sie Ihren Flug bei www.cheaptickets.de.


Flughafen Bratislava

Samstag, Dezember 6th, 2008

Ankommen in Wien. Sie landen mit einer Low-?Cost-?Air line in Bratislava? Keine Sorge – die slowaki­sche Hauptstadt ist gerade einmal eine Stunde von Wien entfernt und mit Öffentlichen Verkehrsmitteln rasch zu er­reichen.

Linktipp: Lesen Sie auf www.gratisflug.com, wie Sie kostenlos oder um wenige Euro mit Ryanair fliegen.

Ryanair landet in Bratislava

Ryanair landet in Bratislava

Der slowakische Flughafen M. R. Stefánika in Bratislava zählt zu einem der am schnellsten wachsenden Airport in Europa, vor allem Low-Cost-Airlines haben diesen Flughafen für sich entdeckt. BTS Bratislava AirportDank guter Verkehrsverbindungen benötigen Sie für die Anreise nach Wien nicht länger als eine Stunde. Natürlich besteht auch die Möglichkeit, einen kurzen Aufenthalt in der slowakischen Hauptstadt mit Ihrem Wien-Besuch zu verbinden. Bratislava Letisko M. R. Štefánika.  +421 2 33033353, information@airportbratislava.sk,  airportbratislava.sk.

Terravison-Busse

Terravision Bus Bratislava-WienBusse der Firma Terravison verbinden den Flughafen Bratislava mit Wien täglich 4x. Die Abfahrtszeiten sind an Ranair-Flüge abgestimmt, die Fahrzeit nach Wien beträgt ca. 75 Minuten. Die Busse enden in Wien am Busbahnhof Erdberg, mit der Linie U3 gelangen Sie von dort innerhalb weniger Minuten ins Stadtzentrum. Fahrpreis € 10,– (online häufig Aktionspreise).  +44 2078335933,  terravision.eu.

Eurolines

Bis zu 10x täglich verbinden Eurolines-Busse der Firma Blaguss den Flughafen Bratislava (Letisko) mit der österreichischen Hauptstadt. Die Fahrzeit beträgt etwa 75 Minuten, die Busse halten zusätzlich im zentrum von Bratislava (Novy Mosty) und am Flughafen Wien-Schwechat. Endstation ist am Internationalen Busterminal in Erdberg, von dort aus fährt die Linie U3 ins Stadtzentrum. Abfahrten von 6:30–0:30 Uhr; Fahrpreis € 10,–.  +43 1 7982900,  eurolines.at.

Postbus

PostbusDer Postbus bietet gemeinsam mit seinem Partner Slovak Lines täglich zahlreiche Verbindungen vom slowakischen Flughafen Richtung Wien an. Unterwegs wird in einigen Ortschaften und am Flugahfen Wien gehalten, die Fahrzeit beträgt etwa 2 Stunden. Der Postbus ist die preiswerteste Variante, um von Bratislava nach Wien zu gelangen, Platzreservierungen im Voraus sind jedoch unbedingt erforderlich. Die Autobusse enden in Wien am Busbahnhof Südtiroler Platz, nehe dem Südbahnhof. Mit der S-Bahn S-Bahn oder der Linie U1 gelangen Sie binnen weniger Minuten ins Stadtzentrum. Abfahrten von 6:25–18:25 Uhr; Fahrpreis € 7,70.  +43 1 93000-34305, service@postbus.at,  postbus.at.

Mit dem Zug

Bus 61 fährt zum Hauptbahnhof

Bus 61 fährt zum Hauptbahnhof

Vom Flughafen aus können Sie auch die städtische Buslinie Bus 61 nehmen, die alle 15–20 Minuten (bis 23:20, nachts stündlich) zwischen dem Airport und dem Hauptbahnhof (Hlavna stanica) pendelt. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Das Ticket kostet € 0,70 und muss unbedingt vo dem Eisnteigen am Automaten gekauft werden.Im Bus finden häufig Kontrollen statt, die Strafgebühren sind sehr hoch.  imhd.zoznam.sk. Am Hauptbahnhof bestehen stündliche Anschlüsse zu den Zügen Richtung Österreich. Die Fahrzeit nach Wien beträgt etwa 1 Stunde, die Züge enden am Südbahnhof. Fahrpeise ca. € 10,–.  +43 51717,  oebb.at.

Mit dem Twin-City-Liner

Auf der Donau rasant nach Wien

Auf der Donau nach Wien

Wenn Sie bereits am Vormittag in Bratislava landen und nicht allzuviel Gepäck mit sich haben, empfiehlt sich eine kurze Besichtigung der Altstadt sowie die Fahrt mit dem Schnellkatamaran nach Wien. Nehmen Sie den Bus Bus 61 (wie oben beschrieben) und stiegen sie am Hauptbahnhof in die Straßenbahnlinie Straßenbahn 13 um, welche Sie direkt ins Stadtzentrum von Bratislava bringt. Nur wenige Gehminuten von der Fußgängerzone befindet sich die Anlegestelle des Twin-City-Liners nach Wien. Das Schnellboot bringt Sie in ca. 100 Minuten zum Schwedenplatz im Herzen der Donaumetropole, wobei hier allein schon die Anreise zum Erlebnis wird. Fahrpeis von € 17,– bis € 30,–.  +43 1 58880,  twincityliner.com.

Prater & Riesenrad

Samstag, Dezember 6th, 2008

Highlights. Wiens zweitgrößte Parkanlage und Aulandschaft ist der ideale Ort zur Erholung. Der Wurstelprater hingegen bietet mit seinen Achterbahnen, Karussellen und anderen Attraktionen nicht nur Action und Spaß für die ganze Familie, er beherbergt auch ein berühmtes Wahrzeichen der Stadt, das Riesenrad.

Riesenrad

Das imposante Riesenrad wurde in den Jahren 1896–1898 anlässlich des Thronjubiläums Franz Josefs vom englischen Ingenieur Walter B. Basset errichtet. In der damaligen Blütezeit der Wirtschaft versuchte man, einen neune Publikumsmagneten zu schaffen. Noch heute ist das Riesenrad das Wahrzeichen des Praters und zählt zu den Haupttraktionen Wiens.

15 statt 13 Gondel gibt es heute

15 statt 13 Gondel gibt es heute

Wiener RiesenradAus knapp 65 Meter Höhe genießen die Besucher einen weitläufigen Ausblick über Wien, der Durchmesser des Rades beträgt 61 Meter. Im 2. Weltkrieg wurde es fast völlig zerstört und erst nach dem heute nur noch 15. Vor der Fahrt mit dem Riesenrad erfährt man in einem Museum Details zur Erbauung, Zerstörung und dem Betrieb der Anlage. 2. Bez., Riesenradpl. 1; 9:00–19:45, März,April,Oktober: 10:00–21:45, Mai–September bis 23:45, Fahrpreis € 8,–, Kombitickets mit Donauturm, Schönbrunn oder anderen Praterattraktionen;  +43 1 7295430,  wienerriesenrad.com.

Bildunterschrift
Extasy, Tornado,Turbo Boost & Boomerang sorgen für Nervenkitzel und Adrenalinschübe

Wurstelprater

Nervenkitzel und Adre­nalinschübe

Nervenkitzel und Adre­nalinschübe

Am Riesenradplatz

Am Riesenradplatz

Der meistbesuchte Teil des Wiener Praters ist der Wurstelprater, früher auch Volksprater genannt. Die Geschichte dieses Vergnügungsparks beginnt bereits im 19. Jahrhundert, als man versuchte, ein „Venedig in Wien“ und somit den ersten Themenpark der Welt zu schaffen. Heute findet man neben einem großen Angebot an Schaustell- und Unterhaltungsbetrieben mit Achter- und Geisterbahnen, Autorennen, Spiegelkabinetten, Karussellen sowie Glücksspieleinrichtungen auch zahlreiche gastronomische Betriebe – das Schweizerhaus gilt als das berühmteste.

Berühmt für seine deftigen Speisen im schönsten Biergarten Wiens ist das Schweizerhaus. Busweiser Bier und Stelze sollte sich kein Praterbesucher entgehen lassen.

Wiener PraterDer Prater unterscheidet sich jedoch deutlich von anderen Parks seiner Art: für den Besuch des Areals wird kein Eintritt erhoben. Die Fahrpreise für die einzelnen Attraktionen sind direkt bei den Schaustellern zu bezahlen. Jedes Jahr kommen 2-3 neue Attraktionen und Fahrgeschäfte dazu. Im Jahr 2008, anlässlich der EM in Wien, wurde der Eingangsbereich zum Prater umgestaltet, es entstand ein kitschiges Neo-Jugenstil-Baumwerk mit einigen Souvenirshops und gastronomischen Angebot.

Seit 2008 starten im Prater die Flugzeuge der Vienna Airlines, die Rundflüge über Wien anbieten – jedoch ausschließlich virtuell. Nach den Sicherheitsbestimmungen geht’s im Kanalnetz los, der Rundflug führt vorbei an allen wichtigen Attraktionen der Stadt und dauert etwa 5 Minuten. Der moderne 5D-Flugsimulator sorgt für ein erstaunlich reales Fluggefühl und ist auf jeden Fall sehenswert. Vor dem Abflug gibt es eine kurze Einführung in die Geschichte des Flugwesens und des Praters. 14–20 Uhr, Wochenende 10–20 Uhr, € 6,50;  +32 1 9081116-3440;  riesenradplatz.at.

Basilio Calafatis Chinese

Basilio Calafatis Chinese

Das berühmteste Wahrzeichen des Praters ist natürlich das Wiener Riesenrad. Der Wurstelprater besitzt jedoch eine weitere Kuriosität. Eine etwa 10 Meter hohe Figur eines Chinesen, welche inmitten der Anlage steht, ist bis heute bekannt als „Calafati„, benannt nach dem Erbauer der Figur, Basilio Calafati.

Prater-Lilliputbahn

Prater-Lilliputbahn

Seit 1928 existiert die Parkeisenbahn, welche auf einem Rundkurs von 3,9 Kilometern weitere Teile des Praters durchfährt. Die Liliputbahn wird mit Dampf- und Diesellokomotiven betrieben. Es gibt 3 Stationen, der Hauptbahnhof ist beim Riesenrad. Fahrzeit dauert etwa 20 Minuten und führt auch am berühmten Schweizerhaus vorbei. Mai–Oktober Betrieb täglich ab 10 Uhr, wetterabhängig; € 4,–;  +43 1 7268236,  liliputbahn.com.

Eine weitere Kuriosität des Praters ist die Republik Kugelmugel. Es handelt sich hierbei um ein in den 70er Jahren errichtetes Kugelhaus, in dem dessen Erbauer Edwin Lipburger lebt. Er selbst rief seine eigene Republik aus, was er mit geringem Platzbedarf seines Hauses begründete. Natürlich wird diese Republik nicht anerkannt, der Erbauer musste schon eine Haftstrafe wegen Amtsanmaßung absitzen.  republik-kugelmugel.com, kugelmugel@chello.at.

Am Rand des Praters befindet sich des Weiteren ein Planetarium mit dem Pratermuseum, das mit vielen Exponaten die Geschichte des Volkspraters erzählt.

Hauptsaison 15. März–31.Oktober 10–1 Uhr, Eintritt kostenlos; Wiener Praterverband, 2. Bez., Prater 9,  +43 1 280516,  prater.at,  praterservice.at,
Umsteigeknoten „Praterstern“ (U1, U2, S-Bahn S-Bahn, Straßenbahn O und 5, Bus 80A) in unmittelbarer Nähe zum Hauteingang und Riesenrad. Station U2 „Messe-Prater“ liegt am Seiteneingang.

Erholungsgebiet Prater

Die knapp 8km lange Hauptallee

Die knapp 5km lange Hauptallee

Beliebt bei Läufern, die Hauptallee

Beliebt bei Läufern, die Hauptallee

In dieser weitläufigen Auenlandschaft kann man sich fern aller Hektik in Ruhe erholen. Prater Hauptallee im 2. Bezirk Bekannt ist der Prater vor allem für seinen Vergnügungspark, dieser macht jedoch flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil der gesamten Praterlandschaft aus. Der Name „Prater“ leitet sich wahrscheinlich von pratum her (lat. für „Wiese“). Vor allem am Wochenende nutzen viele Wiener den Prater für ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren. Ausgehend vom Praterstern (beim Riesenrad) führt die Prater Hauptallee mit einer Länge von knapp 5 Kilometern bis ans untere Ende der Erholungslandschaft, sie ist vor allem für Roller-Skating geeignet. In den Sommermonaten der Prater der ideale Ort, um sich im Schatten der Bäume von der Hitze zu erholen oder ein ausgedehntes Picknick zu genießen.

Ernst-Happel-Stadion im Prater

Ernst-Happel-Stadion im Prater

Im südlichen Teil kann man sich auch ein Tretboot mieten und so die einsamen Wasserarme wie das „Heustadelwasser“ erkunden. Zudem beherbergt der Prater viele bedeutende Sportstätten: das Ernst-Happel-Stadion und das Stadionbad, die Trabrennbahn Krieau, die Freudenauer Galoppbahn sowie große Sport- und Spielplätze, wie die Jesuitenwiese.

Einst Jagd­haus, heute ein Café

Einst Jagd­haus, heute ein Café

Lusthaus im PraterDas historsiche Gebäude am Ende der Hauptallee wurde erstmals 1560 als Jagdhaus des Kaisers erwähnt. Im 19. Jahrhundert galt das Lusthaus als beliebter Treffpunkt von Adel und Bürgertum, wurde aber während des zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer nahezu vollständig zerstört. Heute befindet sich im Lusthaus ein Kaffehaus mit Restaurant. Täglich 12–18 Uhr, Mai-September Mo-Fr 12–23 Uhr, im Winter Mittwoch Ruhetag; 2. Bez., Freudenau 254;  +43 1 7289565;  lusthaus-wien.at.

[tipp]Tipp: In den Sommermonaten sollten Sie bei einem Besuch in den Abendstunden nicht auf einen Insektenspray vergessen.[/tipp]

Praterstern U1, U2, S-Bahn S-Bahn, Straßenbahn O, 5, Bus 80A.
Weitere Anfahrtsmöglichkeiten: U2 Krieau, Straßenbahn 1 (Prater Hauptallee), S-Bahn S-Bahn Praterkai, Bus 4A Wittelsbachstraße, 80A (Lukschgasse), 84A (Klaschkaweg, Stadionbad), 77A (Gärtnerstraße, Lusthaus)

Belvedere

Samstag, Dezember 6th, 2008

Highlights. Prinz Eugens Barockschloss beherbergt heute eine der bedeutendsten Kunstsammlung Österreichs mit Meisterwerken von Klimt, Schiele und Kokoschka.

Die Schloss- und Gartenanlage des Belvederes, südlich der Ringstraße gelegen, entstand zwischen 1714 und 1723 und wurde von Prinz Eugen von Savoyen in Auftrag gegeben. Ursprünglich war an dieser Stelle nur ein Gartenpalais vorgesehen. Der Schlosskomplex setzt sich aus zwei Teilen, dem Unteren Belvedere und dem Oberen Belvedere zusammen, dazwischen liegt eine weitläufige barocke Gartenanlage, welche durch Skulpturen den Aufstieg aus der Unterwelt zum Olymp thematisiert. In den vergangenen Jahren wurde die Gartenanlage aufwendig originalgetreu restauriert.

Unteres Belvedere

Im 1716 fertig gestellten Unteren Belvedere stehen die einstigen Wohn- und Repräsentationsräume Prinzen Eugens zur Besichtigung, zu den Besonderheiten zählen der Marmorsaal mit eindrucksvollen Deckengemälden sowie das Goldene Zimmer und der Groteskensaal. Heute beherbergt die Anlage ein Barockmuseum sowie das Museum für mittelalterliche Kunst. Im Unteren Belvedere finden seit 2007 laufend Sonderausstellungen statt.

Oberes Belvedere

Das Obere Belvedere war ursprünglich nicht als großes Schloss konzipiert und wurde erst einige Jahre später als das Untere Belvedere als Sommerresidenz Prinz Eugens errichtet.

Heute beherbergt dieser prunkvolle Teil des Schlosses die Österreichische Galerie Belvedere, welche mit Sammlung des Impressionismus und Realismus sowie der Klassizistik und Romantik eine der bedeutendsten Kunstgalerien Österreichs darstellt. Bemerkenswert sind vor allem die Gemäldesammlungen Oskar Kokoschka, David Friederich, Hans Makart und Egon Schiele. Vor allem aber die weltweit umfassendste Sammlung an Werken Gustav Klimts und Werke wie „Judith“ und „Der Kuss“ gelten als Publikumsmagnet. Am 15. Mai 1955 wurde im Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet, im Jahr 2005 fand hier außerdem eine Sonderausstellung anlässlich „50 Jahre Staatsvertrag“ statt.

Als beliebtes Fotomotiv gilt vor allem der Garten an der Eingangsseite des Schlosses, an der sich das große Wasserbassin befindet. Außerdem bietet sich dem Besucher vom Oberen Belvedere aus ein äußerst interessanter Blick über die Altstadt und das Weltkulturerbe Wiens mit den dahinter liegenden Hausbergen der Stadt.

Oberes Belvedere: täglich 10–18 Uhr, Unteres Belvedere: täglich 10–18 Uhr, Mittwoch bis 21 Uhr; Eintritt/Person: € 9,50, Ermäßigung für Studenten, Senioren und Gruppen; Belvedere Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien; +43 (1) 79 557 134, public@belvedere.at, belvedere.at. Das Untere Belvedere liegt nur wenige Gehminuten von der Ringstraße entfernt. Vom Schwarzenbergplatz aus können Sie auch die Straßenbahnlinie Straßenbahn 71 bis zur Station „Unteres Belvedere“ benutzen. Das Obere Belvedere befindet sich gegenüber des Wiener Südbahnhofes und ist somit auch mit der S-Bahn erreichbar. Vom Stadtzentrum aus nehmen Sie am besten die Straßenbahnlinie D bis zur Station „Schloss Belvedere“ oder „Südbahnhof“. Von der Mariahilfer Straße und den westlichen Bezirken steigen Sie in die Buslinie Bus 13A.

Botanischer Garten der Universität Wien

Palais Schwarzenberg

Karlskirche

Samstag, Dezember 6th, 2008

Highlights. Im größten Barockdom nördlich der Alpen gelangen Sie mit ein Panoramalift zu den weltberühmten Kuppelfresken und und genießen einen herrlichen Panormablick über die Altstadt.

Der imposante Barockdom

Der imposante Barockdom

Die Karlskirche ist nicht nach dem Stephansdom nicht nur größte und bedeutenste Kirche Wiens, sie stellt vor allem ein einzigartiges Meisterwerk des österreichischen Kirchenbarocks da.

Das Gotteshaus gilt als letzte große architektonische Verbindung zwischen Religion und der politischen Herrschaft der Habsburger. Die gewaltigen Kuppeln sowie die beiden Triumphsäulen links und rechts des Hauptportals sollten die habsburgsche Macht besonders hervorheben. Die Voderfront der Kirche ist nach der Hofburg ausgerichtet.

Fresken & Kuppel

Fürbitte des Heiligen Carlo Borromeo

Fürbitte des Heiligen Carlo Borromeo

Die Karlskirche bei Nacht

Die Karlskirche bei Nacht

Das Innere der Kirche wird neben unzähligen Gemälden vor allem durch das berühmte Kuppelfresko von Michael Rottmayr beherrscht. Bis 2005 wurde es aufwändig restauriert und erstrahlt nun wieder in altem Glanz. Im Zuge der Renovierungsarbeiten wurde ein gläserner Panoramalift einegbaut, welcher Besucher direkt in die Kuppel führt. Dieser bietet noch bis 2010 die einmalige Gelegenheit, die Fresken aus der Nähe zu erleben. Wer schwindelfrei ist, sollte sich auf keinen Fall den einmaligen Panoramablick vom höchsten Punkt des Hauses, der „Laterne“ entgehen lassen – sie ist über einen Treppenaufgang zu erreichen.

Geschichte

Ende des 17. Jahrhunderts wütete der „Schwarze Tot“, die Pest in Wien. Durch ein Bakterium ausgelöst und vor allem durch Fliegen und Ratten übertragen, waren vor allem die mangelende Hygiene Hauptursache. Bis zum Jahr 1713 waren der Epediemie mindestens 8.000 Menschen zum Opfer gefallen, damalige Zeitungen schreiben von bis zu 120.000 Toten.

Der regierende Kaiser Karl VI. beschloss, eine Kirche zu errichten und diese dem Pestheiligen Karl Borromäus zu weihen, falls die Seuche endlich enden würde. Bereits im Folgejahr wurde Johannes Bernhard Fischer von Erlach mit dem Bau beauftragt. Baubeginn war 1726, da Erlach noch vor der Vollendung starb, übernahm sein sein Sohn Joseph Emanuel die Bauführung und vollendete die Karlskirche bis 1737.

Öffnungszeiten: Mo-Sa 9:00–12:30 und 13-18 Uhr, So 12–18 Uhr; Eintritt inkl. Panoramalift € 6,–;  karlskirche.at.
Station Karlsplatz U1 U2 U4 Ausgang Resslpark, Straßenbahn 1, 62 Bus 4A, 59A
Station Kärnter Ring, Oper Straßenbahn 1, 2, D Bus 3A

Kaffeehauskultur

Samstag, November 29th, 2008

Essen & Trinken. Ein Besuch dieser typisch Wiener Institution darf bei Ihrem Wien-Besuch auf keinen Fall fehlen. Ganz egal ob historisches Literatencafé oder moderne Espresso-Bar, Wiens Kaffeehäuser sind ein fixer Bestandteil der Stadt.

Wie der Kaffee nach Wien kam…

Café Central im Palais Ferstl

Café Central im Palais Ferstl

Der Legende nach kamen die ersten Kaffeebohnen Ende des 17. Jahrhunderts während der 2. Wiener Türkenbelagerung nach Österreich. Man erzählt, dass es den Wienern gelungen war, die Türken überraschend schnell aus der Stadt zu vertreiben. Lebensmittelvorräte ließen sie in ihren Lagern zurück, dabei fanden sich auch einige Säcke voll Kaffeebohnen, welche man zuvor noch nicht kannte. Nach einigen Versuchen, schaffte man es, aus den Bohnen ein wohlschmeckendes Heißgetränk herzustellen. Gleichzeitig beauftrage man einen Zuckerbäcker, ein passendes Gebäck zum Kaffee zu kreieren – die Geburtsstunde des Kipferls. Die Form sollte an den islamischen Halbmond und somit an die Herkunft des ersten Kaffees erinnern.

Im Café Central

Im Café Central

Das erste Kaffeehaus wurde nachweislich 1685 von einem Armenier gegründet, dem die Ausschank von Kaffee vorbehalten war. Dieses neuartige Getränk war bei der Bevölkerung so sehr beliebt, dass bis 1900 über 600 Kaffeehäuser in Wien existierten – auch wenn der Zutritt vorerst nur Herrn vorbehalten war. Man ging ins Kaffeehaus, um zu lesen, zu spielen oder zu rauchen. Um die Jahrhundertwende entdeckten schließlich Schriftsteller das Kaffeehaus als neuen Ort des Schaffens, es entstand die so genannte Kaffeehausliteratur. Berühmteste Vertreter sind Peter Altenberg und Friedrich Torberg.

Doch auch bei Politikern, Künstlern und Wissenschaftlern standen die Kaffeehäuser – zu dieser Zeit waren sie aus dem Stadtbild schon nicht mehr wegzudenken – Hoch im Kurs.

Arthur Schnitzler, Stefan Zweig, Gustav Klimt, Egon Schiele und Adolf Loos zählten zur Stammkundschaft der Kaffeehäuser.

Kaffeespezialitäten

Die Auswahl an verschiedenen Kaffeespezialitäten scheint schier unendlich zu sein. Auch wenn es schwer fallen sollte, sich zu entscheiden, eines sollten Sie bitte nie tun: einfach nur „Kaffee“ bestellen. Hier ein kleines Kaffee-ABC:

Standardgetränk ist der Schwarze oder Mokka, jeweils klein oder groß. Durch Zugabe von Obers bekommen Sie einen kleinen bzw. großen Braunen, ein wenig mehr und es wird eine Schale Gold. Ein kleiner Schwarzer mit der doppelten Menge Wasser (daher weniger stark) nennt sich Verlängerter, mit aufgeschäumter Milch wird daraus eine Melange. Oft wird diese fälschlicherweise mit Schlagobers serviert, dass wäre eigentlich ein Franziskaner (Cappuccino). Beim Milchkaffee, bzw. Kaffe verkehrt (bekannt auch als Café Latte) gilt das Mischungsverhältnis doppelt so viel Milch wie Kaffee.

Damir aber noch nicht genug. Neben diesen Standardzubereitungsarten kommen noch unzählige Spezialitäten dazu. Bestellen Sie einen Einspänner, und Ihr Kaffee wird mit viel Schlagobers im Glas serviert. Hochprozentige Zusätze werden dem Fiaker-Kaffee (Verlängerter mit Rum und Schlag) und der Maria Theresia (Mokka im Stielglas mit Orangenlikör) zugesetzt. Weniger bekannt sind die Kaisermelange (serviert mit Eidotter und Cognac) oder der Überstürzte Neumann (zuerst die Milch, dann der Kaffee). Und im Sommer empfiehlt sich natürlich, einmal einen Wiener Eiskaffee mit Vanilleeis und Schlagobers zu probieren.

Ganz egal, wofür Sie sich auch entscheiden, das besondere am Wiener Kaffeehaus ist die ganze Atmosphäre. Das etwas staubige, aber umso gemütlichere Interieur, der freundliche Herr Ober, die große Mehlspeisenvitrine und vor allem, die Menschen, welche das Kaffeehaus besuchen. Wir haben hier für Sie einige besonders empfehlenswerte oder historisch interessante Häuser ausgewählt.

Café Central

Das 1860 eröffnete Café wird vor allem aufgrund seiner Stammgäste aus früheren Zeiten häufig als das berühmteste Kaffeehaus der Welt bezeichnet. Peter Altenberg, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und Sigmund Freud besuchten regelmäßig das Central. Ende des Zweiten Weltkrieges musste es jedoch schließen. Mit der Renovierung des Palais Ferstel konnte auch das Literatencafé wiedereröffnet werden. Täglich Klaviermusik, Wiener Küche und feine Mehlspeisen locken heute vor allem Touristen an.

1. Bez., Herreng. 14, Mo–Sa 7.30–22 Uhr, So 10–22 Uhr.
U3 Bus 1A, 2A, 3A Herrengasse.  +43 1 5333763-24,  palaisevents.at

Café Griensteidl

Das ursprüngliche, 1847 gegründete Café Griensteidl, existiert in heutiger Form nicht mehr. Bis zum Abriss des Palais Dietrichstein Ende des 19. Jahrhunderts war es beliebter Treffpunkt bedeutender Persönlichkeiten, Literaten und Musiker. Zuvor trafen sich im Griensteidl vor allem Politiker, was eine kurzweilige Umbenennung auf National-Café zur Folge hatte. 1990 wurde an gleicher Stelle ein neues Café Griensteidl eröffnet, welches sich ebenso großer Beliebtheit erfreut.

1. Bez., Michaelerplatz 2, Täglich 8-23:30 Uhr  +43 1 53526920,  cafegriensteidl.at/.
U3 Herrengasse Bus 1A, 2A, 3A Michaelerplatz