Prater & Riesenrad

Highlights. Wiens zweitgrößte Parkanlage und Aulandschaft ist der ideale Ort zur Erholung. Der Wurstelprater hingegen bietet mit seinen Achterbahnen, Karussellen und anderen Attraktionen nicht nur Action und Spaß für die ganze Familie, er beherbergt auch ein berühmtes Wahrzeichen der Stadt, das Riesenrad.

Riesenrad

Das imposante Riesenrad wurde in den Jahren 1896–1898 anlässlich des Thronjubiläums Franz Josefs vom englischen Ingenieur Walter B. Basset errichtet. In der damaligen Blütezeit der Wirtschaft versuchte man, einen neune Publikumsmagneten zu schaffen. Noch heute ist das Riesenrad das Wahrzeichen des Praters und zählt zu den Haupttraktionen Wiens.

15 statt 13 Gondel gibt es heute

15 statt 13 Gondel gibt es heute

Wiener RiesenradAus knapp 65 Meter Höhe genießen die Besucher einen weitläufigen Ausblick über Wien, der Durchmesser des Rades beträgt 61 Meter. Im 2. Weltkrieg wurde es fast völlig zerstört und erst nach dem heute nur noch 15. Vor der Fahrt mit dem Riesenrad erfährt man in einem Museum Details zur Erbauung, Zerstörung und dem Betrieb der Anlage. 2. Bez., Riesenradpl. 1; 9:00–19:45, März,April,Oktober: 10:00–21:45, Mai–September bis 23:45, Fahrpreis € 8,–, Kombitickets mit Donauturm, Schönbrunn oder anderen Praterattraktionen;  +43 1 7295430,  wienerriesenrad.com.

Bildunterschrift
Extasy, Tornado,Turbo Boost & Boomerang sorgen für Nervenkitzel und Adrenalinschübe

Wurstelprater

Nervenkitzel und Adre­nalinschübe

Nervenkitzel und Adre­nalinschübe

Am Riesenradplatz

Am Riesenradplatz

Der meistbesuchte Teil des Wiener Praters ist der Wurstelprater, früher auch Volksprater genannt. Die Geschichte dieses Vergnügungsparks beginnt bereits im 19. Jahrhundert, als man versuchte, ein „Venedig in Wien“ und somit den ersten Themenpark der Welt zu schaffen. Heute findet man neben einem großen Angebot an Schaustell- und Unterhaltungsbetrieben mit Achter- und Geisterbahnen, Autorennen, Spiegelkabinetten, Karussellen sowie Glücksspieleinrichtungen auch zahlreiche gastronomische Betriebe – das Schweizerhaus gilt als das berühmteste.

Berühmt für seine deftigen Speisen im schönsten Biergarten Wiens ist das Schweizerhaus. Busweiser Bier und Stelze sollte sich kein Praterbesucher entgehen lassen.

Wiener PraterDer Prater unterscheidet sich jedoch deutlich von anderen Parks seiner Art: für den Besuch des Areals wird kein Eintritt erhoben. Die Fahrpreise für die einzelnen Attraktionen sind direkt bei den Schaustellern zu bezahlen. Jedes Jahr kommen 2-3 neue Attraktionen und Fahrgeschäfte dazu. Im Jahr 2008, anlässlich der EM in Wien, wurde der Eingangsbereich zum Prater umgestaltet, es entstand ein kitschiges Neo-Jugenstil-Baumwerk mit einigen Souvenirshops und gastronomischen Angebot.

Seit 2008 starten im Prater die Flugzeuge der Vienna Airlines, die Rundflüge über Wien anbieten – jedoch ausschließlich virtuell. Nach den Sicherheitsbestimmungen geht’s im Kanalnetz los, der Rundflug führt vorbei an allen wichtigen Attraktionen der Stadt und dauert etwa 5 Minuten. Der moderne 5D-Flugsimulator sorgt für ein erstaunlich reales Fluggefühl und ist auf jeden Fall sehenswert. Vor dem Abflug gibt es eine kurze Einführung in die Geschichte des Flugwesens und des Praters. 14–20 Uhr, Wochenende 10–20 Uhr, € 6,50;  +32 1 9081116-3440;  riesenradplatz.at.

Basilio Calafatis Chinese

Basilio Calafatis Chinese

Das berühmteste Wahrzeichen des Praters ist natürlich das Wiener Riesenrad. Der Wurstelprater besitzt jedoch eine weitere Kuriosität. Eine etwa 10 Meter hohe Figur eines Chinesen, welche inmitten der Anlage steht, ist bis heute bekannt als „Calafati„, benannt nach dem Erbauer der Figur, Basilio Calafati.

Prater-Lilliputbahn

Prater-Lilliputbahn

Seit 1928 existiert die Parkeisenbahn, welche auf einem Rundkurs von 3,9 Kilometern weitere Teile des Praters durchfährt. Die Liliputbahn wird mit Dampf- und Diesellokomotiven betrieben. Es gibt 3 Stationen, der Hauptbahnhof ist beim Riesenrad. Fahrzeit dauert etwa 20 Minuten und führt auch am berühmten Schweizerhaus vorbei. Mai–Oktober Betrieb täglich ab 10 Uhr, wetterabhängig; € 4,–;  +43 1 7268236,  liliputbahn.com.

Eine weitere Kuriosität des Praters ist die Republik Kugelmugel. Es handelt sich hierbei um ein in den 70er Jahren errichtetes Kugelhaus, in dem dessen Erbauer Edwin Lipburger lebt. Er selbst rief seine eigene Republik aus, was er mit geringem Platzbedarf seines Hauses begründete. Natürlich wird diese Republik nicht anerkannt, der Erbauer musste schon eine Haftstrafe wegen Amtsanmaßung absitzen.  republik-kugelmugel.com, kugelmugel@chello.at.

Am Rand des Praters befindet sich des Weiteren ein Planetarium mit dem Pratermuseum, das mit vielen Exponaten die Geschichte des Volkspraters erzählt.

Hauptsaison 15. März–31.Oktober 10–1 Uhr, Eintritt kostenlos; Wiener Praterverband, 2. Bez., Prater 9,  +43 1 280516,  prater.at,  praterservice.at,
Umsteigeknoten „Praterstern“ (U1, U2, S-Bahn S-Bahn, Straßenbahn O und 5, Bus 80A) in unmittelbarer Nähe zum Hauteingang und Riesenrad. Station U2 „Messe-Prater“ liegt am Seiteneingang.

Erholungsgebiet Prater

Die knapp 8km lange Hauptallee

Die knapp 5km lange Hauptallee

Beliebt bei Läufern, die Hauptallee

Beliebt bei Läufern, die Hauptallee

In dieser weitläufigen Auenlandschaft kann man sich fern aller Hektik in Ruhe erholen. Prater Hauptallee im 2. Bezirk Bekannt ist der Prater vor allem für seinen Vergnügungspark, dieser macht jedoch flächenmäßig nur einen sehr kleinen Teil der gesamten Praterlandschaft aus. Der Name „Prater“ leitet sich wahrscheinlich von pratum her (lat. für „Wiese“). Vor allem am Wochenende nutzen viele Wiener den Prater für ausgedehnte Spaziergänge und Radtouren. Ausgehend vom Praterstern (beim Riesenrad) führt die Prater Hauptallee mit einer Länge von knapp 5 Kilometern bis ans untere Ende der Erholungslandschaft, sie ist vor allem für Roller-Skating geeignet. In den Sommermonaten der Prater der ideale Ort, um sich im Schatten der Bäume von der Hitze zu erholen oder ein ausgedehntes Picknick zu genießen.

Ernst-Happel-Stadion im Prater

Ernst-Happel-Stadion im Prater

Im südlichen Teil kann man sich auch ein Tretboot mieten und so die einsamen Wasserarme wie das „Heustadelwasser“ erkunden. Zudem beherbergt der Prater viele bedeutende Sportstätten: das Ernst-Happel-Stadion und das Stadionbad, die Trabrennbahn Krieau, die Freudenauer Galoppbahn sowie große Sport- und Spielplätze, wie die Jesuitenwiese.

Einst Jagd­haus, heute ein Café

Einst Jagd­haus, heute ein Café

Lusthaus im PraterDas historsiche Gebäude am Ende der Hauptallee wurde erstmals 1560 als Jagdhaus des Kaisers erwähnt. Im 19. Jahrhundert galt das Lusthaus als beliebter Treffpunkt von Adel und Bürgertum, wurde aber während des zweiten Weltkrieges durch Bombentreffer nahezu vollständig zerstört. Heute befindet sich im Lusthaus ein Kaffehaus mit Restaurant. Täglich 12–18 Uhr, Mai-September Mo-Fr 12–23 Uhr, im Winter Mittwoch Ruhetag; 2. Bez., Freudenau 254;  +43 1 7289565;  lusthaus-wien.at.

[tipp]Tipp: In den Sommermonaten sollten Sie bei einem Besuch in den Abendstunden nicht auf einen Insektenspray vergessen.[/tipp]

Praterstern U1, U2, S-Bahn S-Bahn, Straßenbahn O, 5, Bus 80A.
Weitere Anfahrtsmöglichkeiten: U2 Krieau, Straßenbahn 1 (Prater Hauptallee), S-Bahn S-Bahn Praterkai, Bus 4A Wittelsbachstraße, 80A (Lukschgasse), 84A (Klaschkaweg, Stadionbad), 77A (Gärtnerstraße, Lusthaus)

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