Stadtrundgänge & Touren. Entdecken Sie die Donaumetropole vom Wasser aus! Von der Innenstadt aus führt Sie das Schiff entlang des Donaukanals und die Schleuse Freudenau zur Reichsbrücke, während die Sehenswürdigkeiten entlang des Ufers vorbeiziehen.

Quelle: Stadt Wien – ViennaGIS, MA 41, BEV
- Schwedenplatz 1
- Urania Sternwarte 2
- Hundertwasserhaus 3
- Prater 4
- Gasometer 5
- Trabrennbahn Freudenau 6
- Winterhafen & Zoll 7
- Kraftwerk Freudenau8
- Wiener Hafen 9
- Friedenspagode 10
- Stadion 11
- Franz-von-Assisi-Kirche 12
- Reichsbrücke 13
- Donaucity (UNO) 14
- Donaupark 15
- Donauturm 16
- Schleuse Nußdorf 17
- Müllverbrennungsanlage 18
- Summerstage 19
- Ringturm 20
Unsere Donaukanal-Tour beginnt am Verkehrsknoten Schwedenplatz U1 U4. Vom Mittelalter bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts befand sich an dieser Stelle das Rotenturmtor. An der schmalsten Stelle des damaligen Donauarms wurde eine Brücke über den Donauarm errichtet, um von Norden aus in die Stadt zu gelangen. 1858 begann die Schleifung der Stadtmauern beim Rotenturmtor, kurze Zeit später wurde der Franz Josephs-Quai eröffnet. Seinen heutigen Namen erhielt der Schwedenplatz zum Dank für die Hilfe Schwedens in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg.

Eis am Schwedenplatz
Das beste Eis der Stadt gibt es am Schwdenplatz. Familie Molin-Pradel www.gelato.at
In unmittelbarer Nähe des Platzes befinden sich das Bermudadreieck sowie eines der ältesten Sakralbauten der Stadt, die Ruprechtskirche. Das Viertel hinter dem Schwedenplatz lernen Sie am besten bei den beiden Stadtrundgängen „…“ und „..“ kennen. Außerdem ist der Schwedenplatz Ausgangspunkt der Touristen-Straßenbahn „Ring Tram“.
Wir wenden uns der Donaukanalseite zu, deren Erscheinungsbild sich in den kommen Jahren stark verändern wird. Banken, Hotels und Versicherungen lassen hier mehrere Hochhäuser entstehen, so zB der geplante Media-Tower von Stararchitekt Hans Hollein). Etwas weiter flussabwärts liegt der neueUNIQA Tower, dessen Fasse komplett mit LEDs ausgestattet ist. Der Grundriss des 75 Meter hohen Gebäudes hat die Form eines stilisiertes „Q“, wie es dem Firmenlogo dort ansässigen Versicherungen entspricht.
Am Donaukanal

Am Donaukanal
Wir überqueren nun den Franz-Josephs-Kai gehen die Steigen beim Abgang Schwedenbrücke zum Kanal hinab. Seit einigen Jahren ist es Ziel der Stadtpolitik, den Donaukanal stärker als bisher in das Stadtleben zu integrieren. Durch den Bau von Brücken, Überplattungen und schwimmenden Hotels sowie die Umgestaltung des Ufers soll der Uferbereich zu einem neuen Freizeitparadies der Stadt werden.

Badeschiff und TwinCity Liner
Nur wenige Meter vom Schwedenplatz entfernt liegt das Badeschiff, eine Art Freizeitinsel im Donaukanal, welche den Besuchern auf mehreren Ebenen ein Sonnendeck, Schwimmbad, Restaurant sowie Strand bietet. Abends verwandelt sich das Schiff in eine der angesagtesten Party-Locations der Stadt.Pool: 12h – 20h, Tageskarte: € 7,50 Abendkarte (ab 18h): € 4,- ☎ +43 699 1513 07 50, event@badeschiff.at, ☞ badeschiff.at
Schifffahrt auf dem Donaukanal

Abfahrtsstelle am Schwedenplatz

Hundertwasser-Schiff Vindobona
An der Anlagestelle Schwedenplatz befindet sich auch der Ticketschalter der DDSG (ursprünglich Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, heute Blue Danube Schiffahrt). Neben den Ausflugsfahrten in die Wachau, nach Passau und Ungarn starten hier von Anfang April bis Ende Oktober die Rundfahrten entlang des Donaukanals sowie der Großen Donaurundfahrt.
Mit einem der beiden Linienschiffe der DDSG (das Hundertwasser-Schiff Vindobona und die MS Schlögen) beginnt die Große Donaurundfahrt nun entlang des Donaukanals flussabwärts Richtung Osten.
![Urania Sternwarte [© flickr.com/Erik R. Accart-Huemer] Die Urania Sternwarte](http://wien-reise.info/media/donaukanal-urania-sternwart.jpg)
Die Urania Sternwarte
Schon nach wenigen Augenblicken sehen wir auf der rechten Seite die 1910 eröffnete Urania Sternwarte, erbaut von Max Fabiani. Heute beherbergt das Gebäude neben dem den astronomischen Einrichtungen ein Kino sowie ein Restaurant. Donnerstag und Samstag finden um 21:00 wechselnde Führungen mit Themenschwerpunkten statt. Vorträge & Führungen, auch für Familien und Kinder, ab € 6.- Do, Sa 20:30-21:00 (April bis September), 19.30-20.00 Uhr (Oktober bis März) und So 14:30-15:00, 1. Bez.; Uraniastr. 1, +43-1-715 82 06, ☞ urania-sternwarte.at, admin@urania-sternwarte.at
![Blick von der Urania auf den Donaukanal [© flickr.com/atrox] Blick von der Urania-Sternwarte auf den Donaukanal mit Badeschiff, Uraniabrücke und UNIQUA-Tower](http://wien-reise.info/media/donaukanal-urania-uniqua.jpg)
Blick von der Urania-Sternwarte auf den Donaukanal mit Badeschiff, Uraniabrücke und UNIQUA-Tower
Weiter flussabwärts erreichen wir nach etwa 15 Minuten die Anlagestelle Kunsthaus Wien, bei dem sich das Hundertwasserhaus befindet. Das vom dem Architekten Josef Krawina geplante und von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Wohnhaus wurde 1983-1985 errichtet, und gilt als eines der am meiste besuchten Gebäude Österreichs. Besuchen Sie das Kunsthaus am besten während der 1er Tour (vom Ring in den Prater).
Die Fahrt geht weiter entlang des Kanals, je weiter wir uns stadtauswärts bewegen, umso grüner wird das Flussufer. Auf der linken Seite können wir das Erholungsgebiet Prater erkennen, an welchen wir nun weiter entlang fahren.
Der Donaukanal, welchen wir nun bereits einige Kilometer entlang fahren ein Nebenfluss der Donau, welcher in Nußdorf abzweigt, um in Freudenau wieder den Hauptstrom zu münden. Bis ins Mittelalter war an seiner Stelle der Hauptarm der Donau. Aufgrund der zahlreichen Hochwasser in der damaligen Zeit veränderte sich das Flussbett immer wieder, bis die erste Regulierung um 1600 erfolgte. Mit der zweiten Donauregulierung im 19. entstand der heutige Donaukanal auf einer Gesamtlänge von knapp 18 Kilometern.
![Gasometer [© flickr.com/Frengo 2.0] Industriedenkmal Gasometer](http://wien-reise.info/media/donaukanal-gasometer.jpg)
Industriedenkmal Gasometer
Das Stadtzentrum bereits hinter uns gelassen können wir kurz nach der Autobahnbrücke einen Blick zu den Gasometern erhaschen. Die ehemaligen Gasbehälter des einst größten Gaswerks Europas wurden bis 2003 in eine eigene Kleinstadt umgestaltet und bieten neben zahlreichen Wohnen und Büros auch ein Einkaufszentrum, ein Kino sowie eine Veranstaltungshalle.

Die Schleuse in Freudenau
Bald erreichen wir mit dem Schiff den Stadtrand, während wir die ehemalige Trabrennbahn in der Freudenau passieren. Nun sind wir im Bereich des Wiener Hafens angelangt, rechts von uns liegen die Zollfreizone und der Winterhafen. Am Praterspitz mündet der Kanal wieder in die Donau, auf der wir nun flussaufwärts Richtung stadteinwärts fahren. Vor uns sehen wir das Kraftwerk Freudenau, dessen Schleuse wir passieren.
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Das weitläufige Hafengelände liegt nun auf der in Fahrtrichtung linken Seite. An der wichtigen Wasserstraße Rhein-Main-Donau gelegen, ist der Wiener Hafen das größte Güterverteilzentrum Ostösterreich. Auf dem Hafengebiet sind weit über 100 verschiedene Unternehmen angesiedelt, welche über 5.00 Menschen Arbeitsplätze bieten.

Die Weltfriedens-Pagode
Nachdem wir den Hafen hinter uns gelassen haben, können wir auf der linken Seite eine strahlend weiße Kuppel sehen. Es handelt sich hierbei um die Friedenspagode, einer buddhistischer Stupa, welche 1983 als erste ihrer Art in Europa eröffnet wurde. Im Inneren der 28 Meter hohen Pagode sitz eine 3 Meter große Buddhastatue. Der Buddhismus hielt in Österreich erst Ende des 20. Jahrhunderts Einzug, wurde aber von Anfang an staatlich anerkannt und in der Gesellschaft akzeptiert. Der Bau ging auf die Initiative von Anhängern der japanischen Nichiren-Tradition zurück. Im Mittelpunkt dieser Tradition steht das Thema des Weltfriedens. Friedenspagode, 2. Bez., Hafenzufahrtstr., ☎ +43 1 726 3551 ☞ peacepagoda.eu

Austragungsort der EM 2008
Kurze Zeit später passieren wir die größte Sportarena Österreichs, das 1931 eröffnete Ernst-Happel-Stadion, welche bis zu 50.000 Zuschauern Platz bietet. Bis 1993 trug es den Namen Praterstadion. Hier finden die Heimspiele der österreichischen Fußballnationalmannschaft und UEFA-Cup und Champions-League-Spiele der Wiener Clubs statt. Nach zahlreichen Renovierungsarbeiten war es 2008 außerdem Austragungsort der Fußball-Europameisterschaft. Das Stadion wird jedoch nicht nur zur für Sportveranstaltungen genutzt, regelmäßig verwandelt sich die Sportstätte in eine gigantische Konzertarena. Neben den Rolling Stones gaben Musikgrößen wie Bruce Springsteen oder Herbert Grönemeyer vor Riesenpublikum ihr Bestes.

Das Eis am Schwedenplatz ist wirklich das beste, was man in Wien bekommen kann! Auf keinen Fall entgehen lassen!